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Soziale Gerechtigkeit in der Immobilienwelt

Die soziale Gerechtigkeit ist ein Dauerthema, das nicht von heute auf morgen gelöst sein wird. Jedoch arbeiten viele Ansätze in der Schweiz zusammen, sodass eine soziale Gerechtigkeit angestrebt wird. Heute ist der Welttag der sozialen Gerechtigkeit, weshalb wir uns mit dem Thema mit Fokus auf Immobilien auseinandersetzen. Dazu gehören unter anderem die Thematik «bezahlbarer Wohnraum» als auch das hindernisfreie Bauen.

Bezahlbarer Wohnraum aus Sicht der Bauherrenvertretung

Ganz vorne steht dabei die Thematik des bezahlbaren Wohnraums. Wie entsteht bezahlbarer Wohnraum? Wie unterscheidet man den «bezahlbaren» Wohnraum eigentlich von anderen «Standardwohnungen»? Wo kann ein Bauherrenvertreter hier Einfluss nehmen? Was ist bei der Immobilien-Entwicklung zu beachten? Was, wenn kein solcher Wohnraum in der Nähe verfügbar ist? Und wenn das selbstbestimmte und eigenständige Leben aufgrund der Gesundheit nicht möglich ist, was dann?

«Je nach Lebensabschnitt oder Lebenslage kann oder möchte man sein Vermögen und Verdienst nicht für das Wohnen ausgeben. Da unsere Erde nur eine gewisse Grösse hat und wir sinnvollerweise auch nicht alles überbauen wollen, sind die Immobilien ein «begrenztes» Gut unserer Gesellschaft», sagt Sven Schatt, Unternehmer und Bauherrenvertreter der siworks immo AG.

Dies führe in der Schweiz dazu, so Sven, dass die Immobilienpreise steigen. «Dazu zählen natürlich auch noch weitere Faktoren wie Einkommen, Wohlstand und der Anspruch an immer grösseren Wohnflächen etc., aber im Grundsatz ist dies das Wichtigste. Damit unsere Gesellschaft, jeden Lebensabschnitt und Lebenslage abdecken kann, ist es wichtig, dass wir bezahlbaren Wohnraum für jede Lage schaffen.»

Das ist für mich bezahlbarer Wohnraum, Räume schaffen für jedes Budget zum richtigen Zeitpunkt.

– Sven Schatt, Bauherrenvertreter und Unternehmer der siworks immo AG

Bezahlbarer Wohnraum heisst nicht «billig»

Bereits in dem Namen «bezahlbarer Wohnraum» ist das Finanzielle angesprochen. Bezahlbaren Wohnraum definiert man vor allem am Mietzins. Jedoch heisst bezahlbar nicht, dass die Wohnungen einen «billigen Standard» vorweisen oder man diese gar mit wertloseren Materialien konzipiert.

«Die Herausforderung bei einem Bauvorhaben mit geringem Budget ist vor allem, dass die Bauerscheinung genau gleich gut und hoch ist, wie bei einem Bauvorhaben mit höherem Budget» sagt Claudia Kuhwald, Bauherrenvertreterin der siworks immo AG. «Ich finde, teuer bauen kann jeder. Aber preiswertere Materialien so zu verbauen, dass sie wertvoll wirken und auch so in Erscheinung treten, ist nicht jedermanns Sache. Die Kombination und ein gezielter Einsatz der Materialien – darauf kommt es an. Dafür müssen eben vor allem die Bauherren vollumfänglich, sehr professionell und gezielt beraten werden.»

Bei der Planung kann die Raumaufteilung mit Neben- und Verkehrsflächen sehr effizient dimensioniert werden, sodass man möglichst viel von der Hauptnutzfläche profitieren kann. Das ist sowohl für die Bauherrschaft als auch für die Endkundschaft wie z.B. Mietende wichtig.

– Claudia Kuhwald, Dipl. Architektin FH

Soziale Gerechtigkeit in allen Bauphasen

Laut Sven Schatt fängt die soziale Gerechtigkeit im Wohnungsbau bei der Standortwahl des Grundstücks an und geht hin bis zur Badetuchstange. Somit sind alle Phasen betroffen und hängt nicht davon ab, wo ein Bauherrenvertreter bezüglich dieser Thematik ansetzt.

Derzeit sind wir als Bauherrenvertretung bei dem Cham Papieri Areal für mehrere Hochbauten aktiv. Bei diesem Bauvorhaben entstehen 100 preiswerte Wohnungen, wovon wir aktuell 30 im Rahmen unseres Mandats begleiten. Diese weisen jeweils einen cleveren Grundriss auf, der die maximal effizienteste Nutzung der Flächen ermöglicht.

Hindernisfreies Bauen für ein gemeinschaftliches Zusammenleben

Abgesehen vom bezahlbaren Wohnraum ist auch das hindernisfreie Bauen im privaten als auch öffentlichen Sektor erwähnenswert. Es gibt viele Beispiele, bei denen in öffentlichen Bauten, wie zum Beispiel Bahnhöfen eindeutiges Verbesserungspotenzial besteht. Sind die Bahnsteige zu hoch oder zu niedrig, ist das taktil-visuelle Leitliniensystem nicht aktuell oder entfallen Hilfeleistungen wie Aufzüge oder Rolltreppen, so haben es Individuen unserer Bevölkerung schwer, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ist eine Rampe zu steil, ein Absatz zu hoch oder gar keine Möglichkeit für Beeinträchtigte gegeben, so wird die Nutzung den Individuen erschwert respektive verwehrt.

Die Schweizer Architekten und Ingenieure (SIA) haben diverse Normen entwickelt, wie die SIA 500, welche das hindernisfreie Bauen vorschreibt. An diesen Normen orientieren sich Bauherren, Planer und die ausführenden Gewerke. Eine hindernisfreie Architektur ist für ein gemeinschaftliches Zusammenleben unabdingbar. So wurde aktuell das Merkblatt des Leitliniensystems revidiert, wobei neben den Schweizer Fachstellen bei der Überarbeitung auch die Erfahrungen der Betroffenen mit den bis dato bestehenden Leitlinien berücksichtigt wurden.

Jeden Plan, den man anschaut, ob Rampe, Türe, Lift, Reduit-Vorraum – alles wird unter diesem Gesichtspunkt der SIA 500 kritisch gewürdigt. Dies ist von Anfang an ein laufender Prozess.

– Sven Schatt, Bauherrenvertreter und Unternehmer

Sowohl in öffentlichen Räumen als auch bei Bauten mit Wohnräumen unterliegen die Zugänge im Sinne der Hindernisfreiheit diversen Regeln. So gibt es Vorgaben bezüglich der Breiten von Eingängen und zuführenden Wegen. Ebenso ist der Bodenbelag entscheidend, ob er beispielsweise für die Nutzung mit einem Rollstuhl geeignet ist. Hier spielen der Rollwiderstand, Trittsicherheit und Gleitsicherheit eine Rolle. Weiter sind Hindernisse zu vermeiden oder entsprechend für alle zu kennzeichnen.

Dabei können wir als Bauherrenvertreter sagen, dass das hindernisfreie Bauen keine Frage mehr der Besonderheiten ist. Es gehört zu unserer Kultur, sagt Sven.

Als Bauherrenvertretung hat man die Verantwortung und den Lead ein ganzes Stadtquartier mitzugestalten. Hier treffen Menschen aufeinander, die einen unterschiedlichen Rucksack mitnehmen, aber gemeinsam in einem Quartier, an einer Strasse oder in einer Stadt wohnen möchten.

– Sven Schatt, Bauherrenvertreter und Unternehmer

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