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Die wichtigsten Bauherreninstrumente

Was sind die wichtigsten Bauherreninstrumente? Um das handelt es sich in diesem Beitrag. Viele Bauherren haben Respekt ein Immobilienprojekt zu realisieren, da es um viel Geld geht, es nicht ihre Kernkompetenz ist und ein vertrauensvolles Netzwerk fehlt. Die Angst, dass einen die Unternehmen ausbeuten, nicht das liefern was man bestellt hat oder gar nicht auftauchen ist oft vorhanden. All diese Themen sind unnötig, wenn man die 4 goldenen Instrumente für Bauherren und Investoren rund um Immobilien im Bau richtig einsetzt. Bei diesen handelt es sich um den Baubeschrieb, den Kostenplan, das Farb- und Materialisierungskonzept, sowie die Baupläne.

 

Wieso sind die Bauherreninstrumente wichtig?

Absolute Transparenz: Bei jeder Submission geht es darum, sicher zu stellen, dass ein Projekt möglichst genau beschrieben werden kann. Ziel ist es vor Beauftragung einer Arbeitsgattung, z.B. “TU Vertrag oder Unternehmer Werkvertrag“, alles bis zur letzten Schraube zu beschreiben.

Vergleichbarkeit: Angebote müssen vorteilsweise verglichen und überprüft werden können, damit der Bauherr oder Investor auch einen Marktpreis bekommt. Wenn die erwähnten Bauherreninstrumente nicht geführt und genau verstanden werden, ist es sehr schwierig einen Marktpreis zu erzielen.

Struktur: Bei Projektstart braucht es eine Vorgabe an Strukturen. Hier bietet sich der BKP/eBKP Baukostenplan an vom Verband Schweizer Standards fürs Bauen kurz CRB.

Kontrolle: Wir möchten möglichst viele Fehler vermeiden und Missverständnisse ausschliessen. Somit bleibt nur die Möglichkeiten Verbindlichkeiten zu schaffen und dies gelingt uns mit der schriftlichen Definition von Wünschen. Im übersetzten Sinne heisst das: die genau Definition des Parkettes; Länge, Breite, Nutzschicht, Holzart, Verlegerichtung, Montagetechnik, geölt, welches Öl, zweimal geölt, Schlussfinish mit polieren etc. Als Bauherr kann man sich auch verlieren in den vielen Möglichkeiten und Varianten. Hier helfen erfahrene Experten.

Kommunikation: Die Bauherreninstrumente bieten die Möglichkeit über viele Stellen im Bauprozess zu kommunizieren. Dabei wird sichergestellt, dass auch der Handwerker oder die Person welche die Avor im einem Werk macht weiss, was der Bauherr oder Investor möchte. Somit wird gewährleistet, dass von der Idee bis zur Montage und Übergabe des Werkes alle vom Gleichen sprechen.

Die 4 goldenen Bauherreninstrumente

Baubeschrieb

Beim Baubeschrieb ist wichtig, nicht nur die Materialthemen zu bestimmen wie z.B. im Farb & Materialisierungskonzept. Die technischen Anforderungen und Nebenarbeiten, welche zur Ausführung eines Arbeitsschrittes gehören müssen ebenso definiert werden, wie beim folgenden Beispiel Bodenbeläge aus Holz. Es muss der genaue Parketttyp für jeden Raum beschrieben werden, sowie die Nebenarbeiten, sprich Installation, Schnitte, Sockel, Vorbehandlung des Untergrundes, Spachtel, Oberflächenbehandlungen wie ölen und Kittfugen. Alles was benötigt wird, bis diese Arbeitsgattung oder dieses Element fertig ist.Es ist eine grosse Aufgabe, alle Positionen & Elemente in diesem Beschrieb festzuhalten.

Kostenplan

Das Gegenstück zum Baubeschrieb ist der Kostenplan. Hier muss in der gleichen Struktur wie beim Baubeschrieb die Mengen und Kosten pro Einheit erfasst werden, um einen Überblick über die Gesamtkosten des Projekts zu bekommen. Es ist sehr wichtig alle Bauherreninstrumente deckungsgleich zu führen, d.h. die Kosten müssen auf den m2 mit den Plänen und dem ausgewählten Parkett übereinstimmen. So kann sichergestellt werden, dass alle vom gleichen Sprechen.

Farb-und Materialisierungskonzept

Aus den technischen Texten im Baubeschrieb kann nicht immer abgeleitet werden wie das optisch aussieht, darum ist als Ergänzung zum Baubeschrieb ein Farb- und Materialisierungskonzept wichtig. Dieses gibt bildlich Auskunft wie einzelne Elemente oder Farbenkonzepte aufeinander abgestimmt sind. Es ist ein wertvolles Bauherreninstrument.

Pläne

Die Pläne sind die Kommunikationsinsturmente für die Baustelle. Alle wichtigen Elemente wie grössere Materialisierungen etc. sind auf den Plänen ersichtlich. Als Bauherr ist es wichtig die Pläne zu verstehen. Es ist einfach alles auf diesen Plänen, wie Türöffnungsart, Grösse, technischer Aufbau etc. In meiner Lehre als Hochbauzeichner habe ich gelernt, dass jeder Strich auf einem Plan eine Bedeutung hat.

Ein Tipp wie ich alles überprüfe. Meinen Finger setze ich auf den Plan beim Eingang und stelle mir vor wie ich in das Gebäude laufe. Ich schaue auf den Plan, sehe den Briefkasten, die Eingangstüre, die Schmutzschleuse, der Anschlagkasten für Mieterinfos, das Treppenhauslicht, gehe in den Lift, höre es pingen, mache die Tür auf, fühle den Türdrücker um komme in die lichtdurchflutete Wohnung. Dies ist alles auf den Plänen zu sehen. Wenn etwas nicht vorhanden ist, wie ich mir das vorstelle, muss es noch festgehalten werden.

 

Letzter Schritt ein System

Die Dokumente müssen deckungsgleich sein. Dies kann durch zwei Systeme erreicht werden.

1.System: Bei einem Phasenabschluss; sprich Vorprojekt, Bauprojekt, Submission Planung oder Ausführungsplanung erstellt der Bauherr eine Vorbehaltsliste, auf welcher alle Punkte die nicht den Erwartungen oder Vorstellungen entsprechen aufgeführt sind. Es ist wichtig, dass alle Bauherreninstrumente vorliegen. Man geht Arbeitsgattung für Arbeitsgattung durch. Das Ziel ist alles zu verstehen, bis zur letzten Schraube.

 

2.System: Jeder Entscheid an einer Sitzung oder eine E-Mail, hat Auswirkung auf mind. eines dieser Dokumente.. In einer Pendenzenliste ist klar zu definieren, wer welches Dokument nun anzupassen hat. Wenn das nicht gemacht wird, passieren Fehler. Daher ist es enorm wichtig die Bauherreninstrumente zuführen.

 

 

Ich hoffe, ich konnte dir eine gute Übersicht zum Thema “Die wichtigsten Bauherreninstrumente“ geben und würde mich natürlich über eine positive Podcast-Bewertung freuen.

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